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Aktuelle Urteile

Hier finden Sie unsere gesammelten News

20. April 2015

Kein Fahrtenbuch bei lange zurück liegendem Verkehrsverstoß

Die Anordnung einer Fahrtenbuchauflage als Mittel der Gefahrenabwehr kann nach dem Verstreichen eines erheblichen Zeitraums seit Begehung der Verkehrsordnungswidrigkeit unverhältnismäßig sein. Hierauf hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg in einem Beschluss vom 23.08.2013 (AZ.: 12 LA 156/12) hingewiesen. Allerdings hatte der Kläger in dem Verfahren mit seinem Begehren gleichwohl keinen Erfolg. Zwischen der Begehung des mit einem […]

3. April 2015

Volle Haftung beim Rückwärtsfahren aus der Parklücke

Beim Rückwärtsfahren aus einer Parklücke ist der Ausparkende verpflichtet, sich ausreichend zu vergewissern, dass sich hinter ihm kein anderes Fahrzeug befindet. Andernfalls überwiegt sein Verschulden so stark, dass keine Schadensteilung in Betracht kommt. Dies gilt selbst dann, wenn die Kollision mit einem PKW erfolgt, der auf dem Parkplatz steht, um rückwärts in die frei werdende […]

24. März 2015

Schadenersatzpflicht bei vorzeitigem Abbruch einer Ebay-Auktion

Beendet der Verkäufer bei einer Ebay-Auktion sein Angebot vorzeitig, um den Artikel anderweitig zu veräußern, macht er sich gegenüber dem Höchstbietenden schadenersatzpflichtig. Der Bundesgerichtshof hat klargestellt, dass ein Angebot bei Ebay nicht unverbindlich ist. Und ein Kaufvertrag mit dem Höchstbietenden zustande kommt, selbst wenn die Auktion noch mehrere Stunden läuft. Sofern kein berechtigter Grund zur […]

13. März 2015

Haftung der Stadt für Schaden am PKW durch herabgefallenen Ast

Eine Stadt ist im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflichten gehalten, den zur öffentlichen Hand gehörenden Baumbestand regelmäßig zu kontrollieren und geeignete Maßnahmen zu treffen, um die von den Bäumen ausgehenden Gefahren abzuwehren. Die Stadt Dortmund war in einem vom OLG Hamm entschiedenen Fall ihren Verpflichtungen nicht vollumfänglich nachgekommen und wurde daher verurteilt, den Schaden an einem PKW, […]

25. Februar 2015

Kein Kündigungsgrund trotz Beleidigung des Chefs als Psychopathen

In einem vom Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschiedenen Fall wurde die vom Arbeitgeber erklärte außerordentliche Kündigung für unbegründet gehalten, obwohl der betroffene Arbeitnehmer seinen Chef als Psychopathen bezeichnet hatte. Das Gericht war der Auffassung, dass ein wichtiger Grund für die Kündigung nicht gegeben sei. Zwar könne eine solche grobe Beleidigung als Ehrverletzung des Vorgesetzten grundsätzlich zur Kündigung […]

9. Februar 2015

Unterhaltspflicht des rechtlichen Vaters

Wer zur Zeit der Geburt eines Kindes mit der Mutter verheiratet ist, ist nach der gesetzlichen Regelung in § 1592 Nr. 1 BGB der Vater des Kindes. Wenn dieser rechtlich zugeordnete Vater tatsächlich nicht der leibliche Vater des Kindes ist, dann ist ihm zu empfehlen, die Vaterschaft anzufechten. Erfolgt eine solche Vaterschaftsanfechtung nicht, ist der rechtliche […]

23. Januar 2015

Kündigung eines Mieters wegen Lärmbelästigung durch quietschende Sex-Schaukel

Das Amtsgericht München hatte sich mit einem kuriosen Fall zu befassen. Ein Vermieter hatte die Kündigung eines Mietverhältnisses ausgesprochen, weil sich andere Mieter des Hauses über nächtliche Lärmbelästigungen beschwert hatten. Die Geräusche gingen von einer quietschenden Schaukel aus, die der betroffene Mieter in seiner Wohnung aufgestellt hatte und des Nachts für Sexspiele mit anderen Männern […]

8. Januar 2015

Reisepreisminderung und Ausgleichszahlung wegen Flugverspätung können nicht gleichzeitig geltend gemacht werden

Nach der Fluggastrechteverordnung hat ein Passagier nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes im Falle einer erheblichen Verspätung seines Fluges einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung, die je nach Flugentfernung zwischen 250,00 € und 600,00 € variiert. Dies gilt auch für Fluggäste, die den Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben. Diese können wegen der Flugverspätung auch gegenüber […]

22. Dezember 2014

Ausgleichsanspruch des Versicherers nach Unfallflucht

Verlässt ein Versicherungsnehmer nach einem Verkehrsunfall den Unfallort, ohne zuvor die Feststellung seiner Personalien zu ermöglichen, verletzt er seine Obliegenheit aus dem bestehenden Versicherungsvertrag mit seiner Kfz-Versicherung. In einem Fall, über welchen das Landgericht Detmold zu entscheiden hatte, machte die hinter dem Autofahrer stehende Versicherung deshalb einen Ausgleichsanspruch in Höhe von 2.500,00 € geltend. Der Versicherungsnehmer […]

9. Dezember 2014

Geltung der StVO-Vorschriften für Tiefgaragennutzer

Die Regeln der Straßenverkehrsordnung müssen auch in einer Tiefgarage befolgt werden. Dies gilt nach einem Urteil des Amtsgerichtes München vom 13.02.2013 (AZ.: 343 C 26971/12) selbst dann, wenn sich dort kein Schild mit dem Hinweis auf die Geltung der StVO befindet. In dem entschiedenen Fall war ein Porschefahrer rückwärts aus einer Parklücke in der Tiefgarage […]