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Aktuelle Urteile

Hier finden Sie unsere gesammelten News

6. März 2026

Bloße Buchungsanfrage führt nicht zum Vertragsschluss

Wer sich lediglich unverbindlich erkundigt, ob noch ein Hotelzimmer frei ist und hierzu eine positive Rückmeldung erhält, hat noch keine kostenpflichtige Buchung vorgenommen. Eine solche Buchungsanfrage stellt in aller Regel kein rechtsverbindliches Angebot dar, sodass auch kein Beherbergungsvertrag zustande kommt. Demnach ging ein Hotelbetreiber leer aus, der von einem Unternehmen Stornokosten in einer Größenordnung von […]

19. Februar 2026

Geschwindigkeitsüberschreitung bei „verwirrender Beschilderung“

In einem vom Oberlandesgericht Frankfurt a.M. entschiedenen Fall hatte sich ein Mann, der auf der Autobahn 86 km/h zu schnell gefahren war, darauf berufen, dass die Beschilderung völlig verwirrend gewesen sei und er nicht gewusst hätte, wie schnell er tatsächlich fahren dürfe. Auf der Autobahn war wegen einer LKW-Kontrolle die zulässige Geschwindigkeit auf 60 km/h […]

12. Januar 2026

Unfall von zwei Deutschen in Österreich – welches Recht gilt?

Das Landgericht Köln hatte kürzlich über einen Verkehrsunfall von zwei deutschen Urlaubern in Österreich zu entscheiden. Ein Mann hatte die Versicherung seiner Unfallgegnerin auf Schadenersatz verklagt. Er hatte im August 2023 mehrere Fahrzeuge in Tirol überholt, als die Unfallgegnerin nach links abbiegen wollte und es daraufhin zur Kollision kam. Das mit der Sache befasste Landgericht […]

4. Dezember 2025

Carsharing-Parkplätze sind grundsätzlich freizuhalten

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 20.02.2024 entschieden, dass ein sogenannter Carsharing-Parkplatz immer freizuhalten ist, unabhängig davon, ob in der Zeit, in welcher der Parkplatz blockiert war, tatsächlich jemand ein Carsharing-Fahrzeug dort hätte abstellen wollen oder nicht. Die klagende Autofahrerin hatte ihren Pkw auf einer Fläche abgestellt, die mit Verkehrsschildern als Parkplatz für Carsharing-Fahrzeug […]

30. Oktober 2025

Immunität von Honorarkonsuln im Ordnungswidrigkeitenverfahren

Ein Honorarkonsul genießt Immunität, soweit es sich um unmittelbare, echte Amtshandlungen in Wahrnehmung konsularischer Aufgaben handelt. Fraglich ist daher, ob der Immunitätsschutz auch bei der Begehung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr gilt. Darauf hatte sich ein Honorarkonsul gegenüber dem Bayrischen Oberlandesgericht berufen. Er war auf einer Fahrt geblitzt worden, wandte aber ein, dass die Fahrt in […]

26. September 2025

Fahrerlaubnisentzug bei zu vielen Parkverstößen

Das Verwaltungsgericht Berlin hat durch Urteil entschieden, dass ein Kraftfahrer, der innerhalb eines Jahres 159 Parkverstöße begeht, zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist und ihm daher die Fahrerlaubnis entzogen werden kann. Dieser Entscheidung lag der Sachverhalt zugrunde, dass der Kläger, der seit 1995 Inhaber einer Fahrerlaubnis der damaligen Klasse 3 war, insgesamt 159 Parkverstöße und […]

18. August 2025

Bagatellisierung eines Unfallschadens beim Verkauf

Ein Gebrauchtwagenhändler ist grundsätzlich verpflichtet, den Käufer über Art und Ausmaß reparierter Vorschäden des Fahrzeugs aufzuklären. Hatte das Fahrzeug bereits einen Totalschaden erlitten, muss darüber wahrheitsgemäß informiert werden. Bagatellisiert der Händler den Schaden derart, dass im Kaufvertrag lediglich angegeben wird „reparierter Schaden vorne links“, dann kommt er seiner Aufklärungspflicht nicht nach. Infolgedessen kann der Käufer […]

23. Juli 2025

Aktuelle Rechtsprechung zum Fahrtenbuch

Kann nach einem Verkehrsverstoß nicht aufgeklärt werden, wer der verantwortliche Fahrzeugführer war und wird das Ordnungswidrigkeitenverfahren deshalb eingestellt, dann droht dem Halter des Fahrzeugs unter Umständen eine Fahrtenbuchauflage nach § 31a StVZO. Die Unmöglichkeit der Feststellung des Fahrzeugführers im Sinne dieser Vorschrift setzt voraus, dass die Behörde alle ihr zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, um den […]

11. Juni 2025

Rückforderungen durch Krankenkasse bei Alkoholfahrt

Das Sozialgericht Dessau-Roßlau entschied bereits in einem Urteil vom 24.10.2010 (Az.: S 4 KR 38/08), dass eine Krankenkasse bei Volltrunkenheit und Cannabis im Blut für die Behandlungskosten nach einem Verkehrsunfall von ihrem Mitglied eine finanzielle Beteiligung verlangen und das Krankengeld kürzen kann. Der gesetzlich krankenversicherte Unfallverursacher, der sich durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt hatte, war […]

22. Mai 2025

Abschleppen lassen ohne vorherige Kontaktaufnahme

Nicht selten kommt es vor, das ein Fahrzeug nicht nur verbotswidrig, sondern so abgestellt wird, dass es eine Verkehrsbehinderung darstellt. Das Fahrzeug kann dann auf Kosten des Halters abgeschleppt werden. In einem vom Verwaltungsgericht Düsseldorf entschiedenen Fall protestierte der Halter gegen die Übernahme der Abschleppkosten und verwies darauf, dass auf dem Fahrzeug deutlich sichtbar Werbeaufkleber […]